Turbine Halle D1-Junioren
Spielberichte
16.Spieltag am 14.05.2022 - Turbine Halle vs. JSG geiseltal 1:1

von Sven Z.

Normales Spiel, normales Ergebnis. Es gibt Spiele, die bei ZeitOnline unter der Rubrik "welche Spiele sie mit gutem Gewissen verpassen konnten" nur oberflächlich kommentiert werden. Dazu gehörte dieses 1:1 am frühen Samstagmorgen auf unserem Kunstrasenplatz. Was natürlich Beachtung finden sollte, ist die Tatsache, dass unsere Jungturbineros in der Spitzengruppe der Liga angekommen sind und selbst solch ein Unentschieden alles andere als euphorisch einstufen.

Auch der Elternschaft ist ein gewisser Lerneffekt zu attestieren, die selbstverständlich und frei von Aufforderung den Platz herrichtete und nach Ende des Spiels auch wieder in dessen Ursprungsform zurücksetzte. Alles in allem ein erfolgreicher Beginn des Wochenendes; wenn noch die hohen Herren in Magdeburg unsere Landesligatabelle nach Monaten des Rückzugs des Merseburger ersten FC bereinigen würden, wäre der momentane Sonnenschein unwiderruflich als eitel zu bezeichnen.

Turbine: Franz; Moritz, Richard, Tim, Diego, Jonathan, Johannes, Henning, Ferdi, Frederik, Colin, Ede, Robert

 


15.Spieltag am 08.05.2022 - SG Spergau vs. Turbine Halle 3:4

von Sven Z.

Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man und manchmal gewinnt man ganz schön oft hintereinander. Turbines LandesD liegt momentan außerordentlich schwungvoll auf der Schiene und legt auch in den Kurven eine geschmeidige Reisegeschwindigkeit an den Tag.

Drei Punkte beim Tabellenzweiten einzufahren, war ein aufregendes Stück Jugendfußball, wobei die Felsenturbineros erstaunlich abgeklärt zur Sache gingen. Immer in Front liegend stellten sie die Gastgeber vor Aufgaben, die sie so in ihrer heimischen Arena selten erlebt haben dürften. Der aktuelle Blick auf die Rückrundentabelle verrät Erstaunliches. Mitten im Mai belegen unsere Jungpubertierenden den Platz an der Sonne und können entspannt die letzten Kleinfeld/Halbfeldfußballspiele ihrer noch jungen Karriere genießen. Abzulesen daran natürlich auch die Entwicklung der Mannschaft, die nach einem entsetzlichen Auftaktspiel im vergangenen September mitten in der Saison vom Regenbogen geküsst wurde und plötzlich unsere sportliche Nebenbeschäftigung zu Veranstaltungen der Fröhlichkeit verwandelt.

Hervorzuheben beim Gastspiel im Schatten der Leuna Werke war auch der Support der mitgereisten Elternschaft, einschließlich der Bereitschaft, die Trikots beim nächsten Spiel frühlingsduftend gereinigt dem Team wieder zur Verfügung zu stellen. Wenn nun auch noch im Vorfeld der Spielorganisation auf manch unglücklichen Satz der Erziehenden im Mannschafts-Chat verzichtet würde, wäre die Gesamtgemengelage nahe der Perfektion.

Turbine: Franz, Emil, Moritz, Henning, Alwie, Tim, Richard, Robert, Frederik, Diego, Johannes, Jonathan, Till   

  


Viertelfinale Stadtpokal 26.04.2022 - SV Blau-Weiß Dölau vs. Turbine Halle 3:4

von Sven Z.

Drei Erkenntnisse brachte dieses umkämpfte Pokalspiel: erstens kann unsere D1 Jugend Drama, zweitens ist der erfahrene Schiri Ulrich Löbel ein Hellseher und drittens geht uns keiner an die Wäsche. Aber der Reihe nach. 3:0 für unsere blau-weißen Gastgeber nach 20 Spielminuten war Ausdruck eines Heidespaziergangs unserer Felsenkicker, die aufmerksamer das Vogelgezwitscher und das Pflanzenwachstum um das Waldstadion herum betrachteten als die erfolgreichen Bemühungen eines hoch motivierten Pokalgegners. Leicht und luftig wurde verteidigt, die Körpersprache glich der eines Gedichtwettbewerbes und das Erschrecken zur Halbzeit war groß genug, um alle Pokalträume im halleschen Stadtwald begraben zu können. Die Auferstehung war wie schon vor ca. 2000 Jahren auch hier ein spektakuläres Ereignis. Turbine rannte plötzlich der verlorenen Anfangsbummelei davon und rettete sich mit zwei Toren in die zehnminütige Verlängerung. Dort wurde es hitzig, was diesmal eindeutig nicht am Klimawandel lag. 4:3 Diego und vier Minuten Zeit für Blau-Weiß, um auszugleichen. Brodelnde Atmosphäre der Elternfanblöcke, eine umstrittene Strafraumszene vor Franz` Kiste, leidenschaftliches Abwehrverhalten der Felsenturbineros und mit leichter Verspätung der erlösende Abpfiff. Jubel auf der einen Seite, Trauer und Tränen auf der anderen; so wie man es auch aus dem Fernsehen kennt. Eben Drama. Und das hat Schiri Löbel vorausgesehen, womit wir bei Punkt zwei wären. Auf die Frage (vor dem Spiel) "so ein erfahrener Schiri pfeift uns heute ?", entgegnete er: "na bei so einem Spiel kannst du keinen jungen Spielleiter einsetzen". Aha....der weiß also schon mehr, ging es durch den Kopf des Fragestellers und Autors, aber Recht wird er nicht bekommen. Weit gefehlt und damit die "Generation Sozialismus" mal wieder unterschätzt....und nun zu Punkt drei und zurück zur Wäsche im wahrsten Wortsinn. Verantwortung und Mandate abzugeben ist Aufgabe eines Cheftrainers. Man könnte meinen, dass die Wäsche unserer Trikots auf die Elternschaft verteilt, Kummers Kleinster ist. Weit gefehlt. Dieses Problem gipfelte diesmal in der Tatsache, dass die Trkottasche auf dem Parkplatz des Waldstadions stehen blieb. Wurde etwa gehofft, dass der Gastgeber das Wäschewaschen übernimmt ? Eher unüblich im europäischen Nachwuchsfußball. Somit fuhr das Trainerauto eine Ehrenrunde und durfte sich nochmals den Platz des Erfolges bei untergehender Sonne anschauen. Wünschenswert wäre eine unkompliziertere Erfüllung und Abarbeitung dieser Reinigungsaufgabe unter Einbeziehung aller elterlichen Waschmaschinen. Und diese Aufgabe sollte nun wirklich nicht im Drama enden.

Turbine: Franz; Moritz,Emil, Diego, Tim, Henning, Alwie, Till, Johannes, Frederik, Ede, Ferdi, Robert, Richard

 

 


12.Spieltag am 03.04.2022 - Turbine Halle vs. SG Motor Halle 13:1

von Sven Z.

Was für ein Sturmlauf der Wiedergutmachung gegenüber der deutlichen Hinspielniederlage (1:4). Die Turbine-Urenkel der Meistermannschaft aus dem Jahre 1952 fegten über den Kunstrasen, als wollten sie den Herren im Himmel zu dessen 70. Meisterjubiläum ein besonderes Ständchen bieten. Kombinationen, Direktspiel, erfolgreiche Torabschlüsse; die Halbzeitansprache des Trainers fiel kurz aus: „Läuft!“ Dass die Mannschaft zu mehr als einem Mittelfeldplatz in der aktuellen Liga fähig ist, hat sie heute eindrucksvoll bewiesen und schön wäre es, wenn dies zur Norm werden würde. Zumindest liegt der Maßstab aktuell um einiges höher als in der Hinrunde, als zu oft der Sack vom Gegner zugebunden wurde. Berechtigt die Frage unserer Nummer 5 nach dem Spiel in der Kabine: „Warum spielen wir hier eigentlich ohne Eintritt?“ Womit wir wieder bei der Geschichte mit der Schwalbe und dem Sommer wären; da bei vermehrtem Auftreten der kühnen Flugakrobaten der Sommer aber nicht aufzuhalten ist, sollte dies sinnbildlich auch für den Rest der Saison für unsere Jugendkicker gelten.

Allerdings muss auch berücksichtigt werden, dass mit der Einfallslosigkeit des Virus` auf neue Varianten der Kader fast vollständig zur Verfügung steht und somit unsere Felsen-Turbineros auch die nötigen Drehmomente unter die Fußballschuhe bekommen, so sie diese nicht zu Hause vergessen haben. Einen Lerneffekt der besonderen Art gab es für das Trainerteam vom gegnerischen Übungsleiter: Es sei zwingend notwendig, die Erwärmung vor dem Match in Spielrichtung zu absolvieren. Dies haben wir, da auf der zweiten Platzhälfte noch ein E-Jugendspiel lief, großzügig unseren Gästen überlassen. Über den Erfolg dieser Maßnahme darf die geneigte Leserschaft selbst entscheiden. Uns genügt auch im nächsten Spiel eine 400 Quadratmeter große Fläche in einer Ecke des Platzes.

Turbine: Franz; Moritz (zu Null), Henning, Johannes, Emil, Jonathan, Diego, Frederik, Tim, Colin, Richard, Ede, Till, Ferdi

 


11.Spieltag am 27.03.2022 - SV Blau-Weiß Dölau vs. Turbine Halle 0:5

von Sven Z.

Fangen wir mit dem Positiven an: Angekommen im Heidewaldstadion wurden sofort sämtliche Turbine-PKW´s auf einen eigens dafür geöffneten Parkplatz geleitet. „Bloß nicht in der Nähe der Rotations-Gäste parken, die haben auch ihre zugewiesenen Stellplätze“....so der uns einweisende Ordner. Ob die Rotations-Gäste, hier im konkreten Fall die Eltern ihrer E-Jugend, Konfliktpotential uns gegenüber geboten hätten, bleibt zu bezweifeln; allerdings muss man dem Gastgeber schon ein sehr durchdachtes Parkkonzept attestieren.

Und schon sind wir beim Negativen: In der Kabine versammelt, bot sich rechter Hand des Trainer und Autors dieser Zeilen ein erschreckendes Bild: Eine Gähnen bis zum Horizont, eine Sitzhaltung, die selbst der eines Beamten unwürdig ist. Vom betreffenden Jugendlichen darauf angesprochen kam klar und deutlich die Antwort: „eh Trainer, ich bin halt müde !!!“....kurze Pause, die Zentrifugalkraft im Hirn des Angesprochenen beschleunigt über die Schwelle der Lichtgeschwindigkeit und sucht nach Restriktionen, die an dieser Stelle nicht zitierfähig sind. Nach einigen Tiefatmern wieder in der Dölauer Heide angekommen, ist glücklicherweise der Rest des Teams aufnahmefähig und bereit, hier konzentriert die Tabellenposition zu verbessern.

Und schon sind wir wieder beim Positiven, weil dieses Ziel eindrucksvoll erreicht wurde. Herauszuheben am Auftritt in der Heide ist Tor Nummer fünf in der 56. Minute. Direktes Spiel über den rechten Flügel aus der Abwehr heraus bis zur Grundlinie, eine scharfe Flanke in die Mitte, die Diego mit einem fulminanten Kopfball veredelte. Für solche Spielzüge zahlen Millionen Fußballfans monatliche Gebühren, hier war nicht einmal ein Eintrittspreis notwendig. Nun macht die berühmte Schwalbe noch keinen Sommer, aber bei fast vollständigem Kader ist unsere D1-Jugend zu Leistungen fähig, die fernab von den Einschätzungen des Psychologen Rüdiger Maas in seinem neu erschienenen Buch „Generation lebensunfähig-Wie unsere Kinder um ihre Zukunft gebracht werden“ anzusiedeln sind.

Turbine: Franz; Moritz, Alwie, Colin, Till, Jonathan, Emil, Ede, Frederik, Johannes, Richard, Robert, Diego

 


6.Spieltag am 17.10.2021 - Turbine Halle vs. SG Spergau 0:3

von Sven Z.

Die Geschichte dieses Spiels ist schnell erzählt. Gegen die wasserdichte Abwehr der Gäste hatten unsere Jungturbineros nicht die Spur einer Chance. Drei Tore in Halbzeit eins sorgten für einen deutlichen Vorsprung, der für die Nachfahren der 1912 ans elektrische Licht angeschlossenen Spergauer nie in Gefahr geriet. Auffallend an diesem Spiel war die Qualität der Einwürfe, die allerdings auf beiden Seiten für zusätzliche Trainingseinheiten sorgen sollte. Weiterhin bemerkenswert, hier allerdings nur seitens der Gastgeber, war der mangelhaft gebundene Schnürsenkel. Wann dieser erfunden wurde, ist unbekannt; aber selbst bei der in den Alpen gefundenen Eismumie Ötzi wurde eine Art dieser Schuhbänder gefunden. Laut Wikipedia dienen Schuhbänder dazu, Schuhe mit einer Schnürung zu verschließen, um deren Halt am Fuß zu gewährleisten. Da dies in den Haushalten unserer Felsenkicker offenbar wenig Beachtung fand oder findet, wurde dieses Spiel guinnessbuchverdächtig oft aufgrund der unzureichenden Ausbildung auf diesem Gebiet unterbrochen. Wir werden die Zeit während unserer Trainingseinheiten nicht für diese Grundausbildung opfern, dies bitte ich die zuständigen Erziehungsberechtigten zu übernehmen.

Turbine: Franz; Moritz, Alwie, Johannes, Richard, Diego, Jonathan, Tim, Emil, Till, Ferdi, Ede, Colin

 


5.Spieltag am 10.10.2021 - SV Merseburg-Meuschau vs. Turbine Halle 3:7

von Sven Z.

Wie habe ich es vermisst: vier Jahre nach dem letzten Verbandsligaspiel mit der damaligen A-Jugend wieder im Auto mit Jugendlichen auf Auswärtsfahrt zu gehen. Endlich wieder die Sprache der Jugend genießen, komplett neue Wörter, die weder Duden noch Wikipedia kennen, zu erfahren, den Unterschied zwischen Pixar und Disney erklärt zu bekommen und herauszufinden, welche Bezahlabos die Kinderzimmer gerade erobern. Je weiter die Reise und je älter die Jugendlichen werden, umso bildungsintensiver sind diese Fahrten. Merseburg, eine eher kurze Reise, hat den Anfang gemacht. Und diese war vielversprechend. Freuen wir uns auf Eisleben, das Geiseltal und alles, was danach noch kommt
Zum Spiel: vor zwei Wochen undenkbar, nach dem FSV Spiel vermutbar, haben unsere Turbineros eine erste Halbzeit auf den Merseburger Untergrund gelegt, die schon viel Freude in die Gesichter der anwesenden Felseneltern zauberte.
Rutschte vor dem Spiel beim Anblick der drei Mädels des Gegners noch die Unterhose in die Socken unserer Jungturbineros, war vom Angstschweiß während des Spiels nichts mehr zu sehen. Angeführt vom Abwehraushilfschef Emil, der seine Verteidigungslinie so engmaschig organisierte, dass nicht mal ein Pilzsammler Durchschlupf hätte finden können, kombinierte sich unsere Mannschaft ein ums andere Mal sehenswert durch die Merseburger Linien. 4:1 Halbzeitführung und die klare Ansage: wir nehmen heute hier nicht nur unsere dreckigen Trikots mit nach Hause sondern auch die drei zu vergebenden Punkte. Diese wurden dann auch sicher eingetütet, wobei die Schlussphase mit zwei Gegentoren doch etwas zu leicht auf die Schulter genommen wurde. Egal, ein sehr ordentlicher Auftritt unserer Felsenkicker, noch ordentlicher würde es werden, wenn im Anschluß des Spiels auch das meist vorhandene warme Wasser der Duschen genutzt würde. Der Geruch innerhalb der Kabine nach den sechzig gespielten Minuten ähnelt doch schon sehr dem einer Herrenmannschaft. Also Freunde: Ringelblüte, Lavendel oder Olive eingepackt, dazu das passende blau/weiße Handtuch und die Badelatschen mit den drei Noppen.....und schon schauen die Mädels des Gegners auch mal in eure Richtung.....

Turbine: Franz, Ede, Emil, Alwie, Jonathan, Diego, Tim, Frederik, Ferdi, Till, Henning, Richard

 

 


1.Spieltag am 05.10.2021 - FSV 67 Halle vs. Turbine Halle 1:2

von Sven Z.

Unsere Felsenkicker gewinnen am Kinderdorf in Halle Neustadt 2:1. Das war so nicht zu erwarten, obwohl einige Jugendliche in die Mannschaft zurückkehrten, dafür andere aber aus Gründen absagten. Der Spruch: „ So ist Fußball“ ist an dieser Stelle zu einfach. Es ist die Einstellung zu unserem Sport, die auf dem weitläufigen Motorengelände am vergangenen Spieltag vom Winde verweht wurde, am Dienstagabend aber am Neustädter Zollrain ihre Auferstehung feierte. Umstellungen in der Abwehr, Neuausrichtung des Systems und viel Platz zwischen gegnerischer Torfrau und deren Abwehrchef waren die Erfolgsgaranten unserer Jungturbineros. Die Achse Moritz- Diego-Tim, allesamt in ihrem ersten Saisonspiel, scheint eine vielversprechende Option für kommende Aufgaben zu werden. Auf die Ansage des Trainers an Käp´n Joni, er solle im Mittelfeld  die Abstimmung zwischen ihm und Neuzugang Diego leiten, meinte er selbstsicher: „Nööö, der ist ganz schön gut, der kann das schon“. Und wie Recht er hatte, sah man beispielsweise in Minute 31.

Nun ist dieser Erfolg noch kein Grund, den 2018er Château Lafite-Rothschild aus dem Keller zu holen, aber ein erster Hinweis, wie und mit welcher Einstellung wir in dieser Landesligastaffel bestehen können.

Hab Geduld, alle Dinge sind schwierig, bevor sie einfach werden.

Turbine: Franz; Moritz, Johannes, Alwie, Diego, Jonathan, Frederik, Ferdi, Tim, Richard, Henning

 


3.Spieltag am 25.09.2021 - SG Motor Halle vs. Turbine Halle 4:1

von Sven Z.

Die Fragezeichen nach dieser Partie erreichen aus Sicht des Gastvereins Dimensionen, die einzig mit der Vorstellungskraft zur Unendlichkeit des Weltalls zu vergleichen sind. Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem es sinnvoll erscheint, die Mannschaft per Sondergenehmigung in der F-Jugend anzumelden. Das wir dem Gegner keine Schmerzen bereiten wollen, ist eine sehr ehrenwerte und friedvolle Einstellung. Dass wir aber nicht mal uns selbst schinden können und unser kämpferisches und emotionales Engagement zu diesem Sport nicht abrufen, der unter der Kategorie “Kontaktsport” geführt wird, ist nicht zu erklären. Wird im Profibereich gern davon gesprochen, dass der Trainer die Mannschaft nicht mehr erreicht, muss bei diesem unseren Auftritt davon gesprochen werden, dass die Mannschaft die vorgegebene Sportart nicht erreicht. Ein heilloses Durcheinander auf dem Spielfeld, eine Struktur wie ein geplatzter Luftballon und eine Einsatzbereitschaft wie ein Lavastrom beim Feuerlöschen ließen jegliche Punktgewinnoptionen im Keim ersticken. Veränderungen tun weh, in welcher Form wir etwas umgestalten, wird die kommende Woche zeigen. Noch herrscht Ratlosigkeit im Hirn des Trainers und Verfassers dieser Zeilen. Momentan geht es einzig um die Entscheidung: suche ich mir psychatrische Betreuung oder rufe ich noch heute die Hotline des Sorgentelefons an. Auch könnte ich bei geöffnetem Wasserhahn die Küche wischen.

Turbine:  6