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Die 3.Mannschaft - Saison 2011/2012 - Spielberichte
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1. Spieltag 2. Spieltag 3. Spieltag 4. Spieltag 5. Spieltag 6. Spieltag 7. Spieltag 8. Spieltag 11. Spieltag SFV-Pokal Achtelfinale Tasmanencup
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Reideburger SV III - Turbine Halle III Nietlebener SV III - Turbine Halle III Turbine Halle III - PSV Halle I Turbine Halle III - PTSV Halle II SV Bruckdorf II - Turbine Halle III Turbine Halle III - Hallescher SC II VfL Halle 96 III - Turbine Halle III Turbine Halle III - SG Buna Halle II SV Grün-Weiß Ammendorf II - Turbine Halle III SG Motor Halle III - Turbine Halle III
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3:3 (1:2) 1:0 (1:0) 2:1 (1:1) 0:3 (0:3) 2:1 (1:1) 7:2 (0:1) 0:0 3:2 (3:1) 2:1 (1:0) 1:5 (0:2)
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Tasmanen-Cup der SG Aufbau/Tasmania am 29.1.2011
von Friedrich H. Personell recht dünn besetzt und nur dank zweier Leihspieler des Gastgebers konnte man überhaupt die erforderlichen sechs Mann stellen- gespielt wurde in der großen Halle mit fünf Feldspielern. Insofern war die Erwartungshaltung niedrig, zumal uns auch Alex Lorenz nur für die ersten drei Spiele zur Verfügung stehen sollte. Für die ersten drei Gruppenspiele hatten wir also noch den Luxus eines Wechslers und starteten überraschend, aber nicht unverdient, mit 4 Punkten aus den beiden Spielen. Den Treffer beim 1:1 gegen Aufbau/Tasmania II erzielte Robert Vogt, das Siegtor beim 1:0 gegen HSC III markierte Alex Lorenz nach einer schönen Kombination über Werner Maiwald und Mirko Schmidt. Nachdem wir das dritte Spiel gegen HTB II mit 0:1 verloren, war im Abschlusspiel ein Sieg gegen Aufbau Altenburg II Pflicht. Dank einer starken Defensivleistung und eines schönes Tores per Heber von der Mittellinie durch Friedrich Hilse holten wir den benötigten Sieg und schafften die Qualifikation fürs Halbfinale. Dort wartete mit dem FV Merzien der Sieger der Gruppe A, der zwar ordentlich Druck machte, am Ende aber vergeblich auf das Turbine-Tor stürmte – die Abwehr hielt. Im anschließenden Siebenmeterschießen behielten alle drei Turbineschützen (Robert, Friedrich und Mirko) die Nerven, während der letzte Schütze der Anhaltiner den Ball rechts am Tor vorbei schob – Turbine stand im Finale. Dort war dann gegen eine starke Truppe von Aufbau Altenburg nichts zu holen. Durch zwei platzierte Schüsse aus dem Rückraum führten die Skatstädter schnell mit 2:0 und holten sich am Ende hochverdient mit 3:0 den Turniersieg. Gefeiert wurde anschließend trotzdem, der zweite Platz war deutlich mehr als man sich zu Turnierbeginn ausgerechnet hatte. Vielen Dank an dieser Stelle an Lutz und Robert Robitzsch von Aufbau/Tasmania für ihre Unterstützung.
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7. Spieltag am 10. Dezember 2011 VfL Halle 96 III - Turbine Halle III 0:0
von Andrej Stephan Mühsam nährt sich das Eichhörnchen Nüchtern betrachtet (dem Autor ist bewusst, dass dies einigen im Nachgang der Weihnachtsfeier immer noch schwer fallen dürfte): Einen Punkt beim Tabellendritten zu holen ist gewiss keine Peinlichkeit - und die Winterpause mit sieben Punkten Luft zur Gefahrenzone anzugehen, darf und wird auch niemanden in Angst und Schrecken versetzen. Und trotzdem wäre am letzten Hinrundenspieltag für Tee drei bei den alten Kämpen des Vereins für Leibesübungen (vulgo: VfL III) mehr drin gewesen als ein torloses Remis. In einer intensiven und mitunter rassigen, über weite Strecken aber auch zerfahrenen Partie auf schwierigem Schotter-Geläuf hatte die Dritte, die erstmals seit Urzeiten wieder ohne Libero und dafür mit einer erstaunlich sicheren Viererkette agierte, zweifellos ein Chancenplus, vergab nun aber auch nicht reihenweise beste Gelegenheiten. Vielmehr kamen die Felsenkicker zwar spielerisch öfter zum Zug, hatten aber ihre Schwierigkeiten in der Spieleröffnung und bissen bei den routinierten und strukturierten Gegnern auch recht häufig auf Granit. Nicht zuletzt hütete bei den Gastgebern ein sicherer junger Keeper die Kiste, der bei Flanken resolut zupackte, auf der Linie ziemlich abgeklärt wirkte und mit wuchtigen, weiten Abschlägen immer wieder für Entlastung sorgte, obwohl die Adressaten - die Herren Medina und Backe - in der Spitze oft auf sich allein gestellt blieben und gegen Raik, Martin, Leo und Wurbi kaum Wirkung entfalteten. Nur ein einziges Mal einmal strich ein Fernschuss sehr knapp am wiederum von Janis bewachten Turbinekasten vorbei. Im Vorwärtsgang hatte die Felsenelf aber selbst einige Probleme: zu selten wurden die Außen einbezogen, zu oft rannten sich die Brandt, Schmidt, Beierlein und Schöbel fest, zu oft stand auch bei vielversprechenden Dribblings dann doch ein Bein im Weg. Und so blieben Hochkaräter denn Mangelware; zwar stand Tobi schon nach fünf Minuten frei vorm Keeper, verzog aber. Auch ein Freistoß von Andrej auf die kurze Ecke sorgte für nicht mehr als ein Strohfeuer (und einen Eckball). Die größte Möglichkeit bot sich Micha, der nach einer präzisen Eingabe aus vier Metern frei zum Schuss kam, aber an den Beinen des dummerweise im Weg stehenden Kisters scheiterte. In Halbzeit zwo wurde die Lage in den Strafräumen noch trister. Auf beiden Seiten schwanden die Kräfte, der VfL befreite sich immer öfter spielerisch ansprechend, im Resultat aber brotlos - und zwischen den Strafräumen wurden nun auch Töne und Taten ruppiger. In der kniffligsten Szene, einem brutalen Tritt gegen den durchbrechenden Schöbel, hätte es Rot geben müssen, die Krönung der Unsportlichkeit war aber das Gelaber einiger VfL-Silberrücken, die solche Aktionen im Ernst als "clever" bezeichneten. Der sonst sichere Schiri Max ließ sich vom Wortschwall jedenfalls beeindrucken, drückte mit einer gelben Karte alle Hühneraugen zu und verlegte zu allem Überfluss den "Tatort" (die Strafraumkante) bis fast zurück an die Mittellinie. Und weil sonst wirklich nicht mehr viel passierte, wollen wir es für das Jahr 2011 damit auch belassen - wie erwähnt: einen Punkt einzusacken ist so schlecht nun wirklich nicht, es hat sich niemand verletzt und das Bier hat wie gewohnt geschmeckt.
Aufstellung: Kluge - Schäfer, Wurbs, Leopold, Schaffer - Brandt, Stephan (MK), K. Schmidt - Schöbel, Beierlein, M. Schmidt
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11. Spieltag am 3. Dezeber 2011 SG Motor Halle III - Turbine Halle III 1:5 (0:2)
von Andrej Stephan Wer Nichts wird, wird Wirt(h) Gar nicht gut sah es für Tee drei aus, als sich am voradventlichen Spieltag zur Treffzeit am Rosengarten acht spielfähige Männeken in die Augen schauten und feststellten, dass ihr Vorhaben – drei Zähler – nicht nur wetterbedingt erheblich in Frage gestellt schien. Sicher: Oli kam aus der Nachtschicht nach, Tille hatte wegen des Spiels des eigenen Juniors um Fristverlängerung gebeten – aber selbst zehn Recken geben eben kein komplettes Team. Und dann, eigentlich ein glücklicher Zufall, fehlte auch noch der Schiri. Weil die Gastgeber einen solchen aber stellen konnten (er sollte, das am Rande, gut, konsequent und fehlerlos pfeifen), erklärten sich etliche Verrückte gegen den Widerstand einer akademischen Minderheit bereit, auch in Unterzahl das Wagnis eingehen zu wollen. Motor III erwies sich in vielerlei Hinsicht als große Unbekannte, erwischte seinerseits aber wahrscheinlich einen gebrauchten Tag. Durch hohe Zweikampfaggressivität, frühes Stören und gelungene Ansätze des Pressings machte T 3 eine Halbzeit die eigene Unterzahl vergessen. Wohl musste Janis nach einer Viertelstunde Kopf und Kragen riskieren, um einen Rückstand zu verhindern. Aber gerade in der Vorwärtsbewegung erspielte sich die Felsenelf, rückenwindunterstützt, ein deutliches Chancenplus und ging durch einen Doppelschlag durch Tobi und Sven Brandt per Foulstrafstoß rund um die 40. Minute mit einer beruhigenden Führung in die Pause. Kurz vorher hatte Matze Wirth in seinem ersten Einsatz für Tee drei seit Einsetzen der schriftlichen Aufzeichnungen des Berichterstatters auch personell für ausgeglichene Verhältnisse gesorgt. Es stand zu erwarten, dass Motor mit Wut im Bauch aus der Pause kommen würde. Doch die Felsenkicker zogen den Gastgebern sofort den Zahn: Der wieder einmal bärenstarke Tobi war in Minute 48 links durch und bediente Mirko uneigennützig – 3:0, alle Messen schienen gesungen. Kein Aufbäumen, kaum Widerstand: Ganz ohne Zweifel lieferte an diesem Spieltag insbesondere der Gegner die Geschäftsgrundlage für den Erfolg. In einer ziemlich einseitigen, oft fahrigen, zwar selten langweiligen, aber eben auch nicht berauschenden Partie traf Andrej noch zum 4:0 (wiederum Vorlagengeber: Tobi Schöbel), kamen die Gastgeber durch einen verdeckten Schuss zum Ehrentreffer und stellten sich alle auf einen unspektakulären Ausklang ein. Aber dann kam die letzte Minute. Aus dem Halbfeld schlug Raik eine präzise Flanke, am Elfmeterpunkt stand ein stirnbandbekränzter, geringfügig untersetzter, nomineller Sechser („Zwei Sechser sind heute verschenkt“) mutterseelenallein und versenkte per Kopfstoß unnachahmlich genau das Runde zum 5:1-Endstand im Eckigen. Turbines Dritte freut sich also nicht nur über einen klaren, auch in der Höhe verdienten Sieg – sondern auch über einen Wiedereinstandskasten von Mätzchen Wirth. Vielen Dank für Deine Unterstützung!
Aufstellung: Kluge – Müller, Wurbs, Schäfer – Stephan (MK), Klaube, Wirth (ab 37.), Dietrich – Schöbel, Brandt – Schmidt Tore: 0:1 Schöbel, 0:2 Brandt (FE), 0:3 Schmidt, 0:4 Stephan, 1:5 Wirth
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9. Spieltag am 5. Oktober 2011 SV Blau-Weiß Dölau III - Turbine Halle III 3:2 (2:1)
von Andrej Stephan Turbine-Jekyll und Felsen-Hyde Der am Samstagabend von Webmaster Wurbi online eingestellten Unterstellung einer "wenig überzeugenden" Leistung der Dritten in der Heide wäre nur wenig hinzuzufügen, wenn die geschätzten Leserinnen und Leser den Autor als jemanden kennen würden, der sich häufig auf die Zunge beißt. Dann könnten wir sagen: "Ja, ja, wir haben in großer Personalnot in Dölau 2:3 (1:2) verloren, das entscheidende Tor quasi mit dem Schlusspfiff bekommen, etwas Pech gehabt - das ist ärgerlich, passiert aber. Mund abputzen, Blick nach vorn, zehn Punkte haben wir ja schon, alles wird gut." Wir könnten zudem anfügen, dass Micha Beierlein bei seinem Comeback einen sicheren Rückhalt bot und mindestens zwei Dölauer Knallerchancen artistisch vereitelte. Wir könnten weiterhin postulieren, dass die rechte Mittelfeldseite durch Gregor Zahn energisch beackert wurde, jener auch das schmeichelhafte Führungstor erzielte, der agile Sven Brandt sich über 90 Minuten alle Mühe gab, aus dem flauen Turbinesturm wenigstens ab und an ein Lüftchen zu machen, und dass Alex Lorenz nach gut einer Stunde den zu diesem Zeitpunkt nicht unverdienten Ausgleich erzielte. Allein: Das wäre nicht nur ein Sammelsurium von Halbwahrheiten, sondern ziemliche Augenwischerei. Weniger wohlwollend könnte man nämlich auch sagen, dass es bei den Felsenkickern üblich wäre, einen Auftritt schön zu reden, der in seiner Peinlichkeit auf einer Stufe mit dem desaströsen Ausflug nach Bruckdorf steht. Anders formuliert, hätten wir die Gegner dieser beiden Partien in den Vorjahren wohl deklassiert und nun angesichts unserer Heimstärke sogar die Tabellenspitze auf Nahsicht. Stattdessen geht der Blick wieder besorgt nach weit unten. Es hilft nicht, in solchen Situationen zu lamentieren, dass uns mit Schöbel, Felix, Wurbi, Tille, Raik und Kenan wenigstens sechs Aktivposten fehlten, Bela, Rufat, Svenner und Eric ohnehin an Erste und Zweite "verloren" sind (in der Sache völlig gerechtfertigt; schade nur für uns). Adäquater Ersatz stand ja zur Verfügung, dreizehn Einsatzfähige müssen gegen den Tabellenletzten unter normalen Umständen reichen. Schade nur, dass sich solche Umstände am vergangenen Samstag nicht einstellen wollten, fast alle Akteure weit unter ihren Möglichkeiten blieben, das Team auf dem Platz viel zu selten als Einheit auftrat und sich schon in der Kabine - zum Teil albernd - eher auf die dritte Halbzeit einstellte. Im Spielverlauf stellte sich das dann so dar: Dölau begann konzentriert und hatte in den ersten zehn Minuten zwei Schusschancen aus zehn, elf Metern, die aber deutlich in die Heide rauschten. Die Gastgeber kamen zudem deutlich besser mit den Bodenverhältnissen zurecht, während bei der Felsenelf nahezu jeder Ball fünf oder sechs Meter versprang, das Leder nicht flach blieb, pomadig in die Zweikämpfe gegangen wurde, zündende Ideen völlig fehlten. Weil Fußball aber auch ein Glücksport sein kann, wurde dieser holprige Start sogar noch belohnt: nach fünfundzwanzig Minuten wurde das erste und einzige Mal effektiv über links kombiniert, Mirkos Eingabe hoppelte irgendwie an den langen Pfosten durch, dort vollendete Gregor aus Nahdistanz. Doch quasi im Gegenzug nahm das Verhängnis seinen Lauf: Eine Eingabe sprang Micha - von der Sonne geblendet - an die Brust, beim Nachfassen rauschte er auf der Fünferkante mit Dölaus Vorstopper zusammen, der Schiri entschied auf Elfmeter. Schlimmer noch: Den Sportkameraden hat es offenbar richtig heftig erwischt. Von dieser Stelle die besten Genesungswünsche im Namen der ganzen Mannschaft! Dass aus dem Strafstoß angesichts des sicheren Schützen Schmidt der Ausgleich erwuchs, war denn auch kein wirkliches Wunder - und schien ohnehin reparabel. Da aber wenig später nach vier oder fünf missglückten Klärungsversuchen am Sechzehner Leo eine Bogenlampe fabrizierte, die hinter Micha einschlug, gab es reichlich betretene Mienen beim Pausengang. Zumindest für eine Viertelstunde hatte der Schock jedoch die Folge, dass die Felsenkicker nochmals ernsthaft wollten. Das Passspiel gewann nun, ohne je ansehnlich zu werden, mehr Zug, Sven Brandt scheiterte in dieser Phase am Pfosten. Und wie aus heiterem Himmel gelang Alex nach einer Stunde der scheinbar erlösende Ausgleich, als ein Andrej-Steilpass ebenfalls per Bogenlampe auf den Fünfer geklärt wurde und der stürmende Spielertrainer entweder per Kopf einnickte oder angefaustet wurde (ganz ehrlich: habe ich nicht gesehen, Alex mächtiges Kreuz war im Weg). Die restliche halbe Stunde bot dann aber wiederum biederste Hausmannskost, bei welcher Dölau, denen schon in der ersten Hälfte eine große Chance weggepfiffen worden war, trotz ebenfalls bescheidener Spielanlage sogar die in Summe weitaus besseren Chancen hatte, aber ebenfalls sehr ungenau im Abschluss agierte. Und so setzte dann die 89. Minute einen Schlussstrich unter eine spannende, vom Niveau her aber erbärmliche Partie: Eine Freistoßflanke segelte in den Turbine-Strafraum, das Kopfballduell am Elfer ging verloren, am Fünfer wurde nicht geklärt, Flachschuss ins lange Eck - und Feierabend. Nur wenige Worte sind angesichts der eigenen Fehlleistungen über die - dann aber doch spielgerechte - Schiedsrichterleistung zu verlieren: Krasse Fehlentscheidungen gab es nicht, aber durch das ständige Lamentieren in den eigenen Reihe war der sonnenbrillenbewehrte Unparteiische in Halbzeit zwei eher geneigt, in Zweifelsfällen recht einseitig für die Gastgeber zu pfeifen. Das kostete uns nicht nur so manchen aussichtsreichen Schnellangriff, sondern eben auch jenen Freistoß, der zum 2:3 führte. Und es sollte zum Nachdenken bei uns führen, ob wir in Zukunft jeden Schiri gegen uns aufbringen wollen, weil wir jede Entscheidung ausführlich kommentieren müssen. Nach Scheidepunkten wie der Begegnung mit Dölau sind viele Fragen berechtigt und sinnvoll zu stellen - nur bitte nicht die nach dem Trainergespann. Mag sein, dass wir individuell anders gewechselt oder umgestellt hätten; im Grundsatz aber ist das taktisch-strategische Handeln von Alex und dem Eisbär im bisherigen Saisonverlauf nicht zu beanstanden. Was am Samstag schief gelaufen ist, wissen die meisten Beteiligten selbst. Und es ist müßig, dabei Namen anzusprechen oder Einzelne vorführen zu wollen. Nur eines: Eine Mannschaft darf von ihren Leistungsträgern, insbesondere von ihrem Kapitän, Führung durch Einsatz, positive Sprache und ein leuchtendes Vorbild erwarten, Ausfälle müssen durch den Mannschaftsverbund kompensiert werden. All dies ist am Samstag in eklatanter und peinlicher Weise verabsäumt worden. Meine Herren - dieses Mal meine ich es ganz und gar ernst: Ich freue mich auf euer Feedback zu diesem Spielbericht. Und auf die gemeinsame Wiedergutmachung. Euer Andrej "Pulitzer"
Aufstellung: Beierlein - Ziegler, Leopold, Schaffer - Dietrich, Stephan (MK), Thürkow (ab 60. Büchner), Zahn - Schmidt, Lorenz (ab 70. C. Müller), Brandt Tore: 0:1 Zahn, 2:2 Lorenz
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8. Spieltag am 29. Oktober 2011 Turbine Halle III – SG Buna Halle II 3:2 (3:1)
von Andrej Stephan Another one bites the dust Den - vom Debakel in Bruckdorf abgesehen - in jeder Hinsicht goldenen Oktober hat T 3 durch einen völlig verdienten 3:2 (3:1)-Heimsieg gegen die zweite Mannschaft der Bunesen abgerundet; einziger Wermutstropfen angesichts dreier Punkte blieb dabei nur, dass dies die einzig zählbaren Erfolge für Felsenherrenteams am Wochenende bleiben sollten. Mehr noch: Was die dritte Mannschaft am Samstag in den ersten 44. Minuten gegen den Stadtligaabsteiger bot, stellte die wohl beste, geschlossenste Mannschaftsleistung der letzten Jahre dar, die Bunesen konnten eigentlich froh sein, nach regelrechtem Einbahnstraßenfußball nur mit drei Toren hinten zu liegen und nicht schon sechs, sieben oder mehr Dinger gefangen zu haben. Doch der Reihe nach: Coach Alex hatte sich entschieden, weiterhin an der Doppelsechs und der Dreierspitze mit zwei Flügelstürmern festzuhalten, in der Defensive kurbelten Wurbi und Schaffi, für die Außenbahnen konnten mit Felix und Sven (Beyer) ein ziemlich neuer und ein sozusagen oller T3-Kämpe aufgeboten werden. Ziemlicher Personalluxus also - zumal angesichts der Tatsache, dass mit Tille, Sven (Ziegler) und Detlef drei Edelfußballer noch in Reserve gehalten wurden. Buna II hingegen sagte den meisten von uns wenig bis nichts, beim 0:7 vor sieben Jahren hatten nur Sven (Brandt), Alex und Andrej mitgewirkt, das Gesicht des aktuellen Kontrahenten hatte mit dem des seinerzeitigen aber nichts zu tun. Und um gar nicht erst in Gefahr zu geraten, das Kennenlernen zu einer neuerlichen bösen Überraschung werden zu lassen, legte Tee drei los wie die Feuerwehr, schnürte den Gegner mit ungeahntem Willen, mitunter atemberaubend konsequenten Kombinationen und frappierender Zweikampfstärke in dessen Hälfte. Die seltenen Entlastungsangriffe Bunas verpufften wirkungslos, in der Zentrale hatte insbesondere der agile Kenan alles im Griff, immer wieder wurden auch die beiden starken Außen eingebunden. Nicht zuletzt aber wirbelten Mirko, Sven und Tobi Schöbel durch die Reihen der Gäste, dass diesen Hören und Sehen vergehen musste. Kurzum: Die Felsenkicker hatten - gefühlt - 80 Prozent Ballbesitz und nutzen ab Minute 20 ihre ersten drei größeren Chancen für eine komfortable Führung. Die Führung erzielte Sven mit einem überlegten Schuss um seinen Gegenspieler herum, dann traf Mirko nach sensationellem Antritt von Tobi nebst präziser Eingabe mit einem wuchtigen Kopfball, das 3:0 erzielte Monsieur Schöbel mit einem saftigen Schlenzer unter die Querlatte nach zwei Torvorlagen selbst. Zudem fühlte sich Tee drei um einen Elfmeter betrogen (Sven war im Strafraum rüde in die Zange genommen worden) und hatte auch nicht jeden Angriff mit letzter Konsequenz ausgespielt. Buna hingegen fand in der ersten Hälfte so gut wie überhaupt nicht statt. Die erste nennenswerte Aktion datierte auf Minute 44, als nach einer Ecke erst ein Kopfball an den Pfosten krachte und der Abpraller einem Bunesen aus vier Metern vor die Füße fiel. Kurz nach dem Wechsel schaltete T 3 wiederum nach einer Ecke mies um (Mirko spielt den Ball dem Schiri in die Knochen) - wieder fällt das Leder einem Gegner auf den Schlappen, der aus 18 Metern mit einem Kunstschuss "Danke" sagt. Besonders bitter an diesem Anschlusstreffer war, dass im Angriff zuvor Felix aus höchstens fünf Metern eine Riesenchance nicht hatte verwerten können - bei einem 4:1 wäre wohl frühzeitig alles klar gewesen. Nun aber rannten die Gäste in Wellen gegen die Felsenkicker an, zeigten, dass sie nicht zu Unrecht eher ein Spitzenteam der Liga sind und erspielten sich riesige Chancen zum Ausgleich, die nur durch eine kuriose Mischung aus Glück und Unvermögen nicht verwertet wurden. Tee drei schwamm in dieser Phase und musste zudem erheblich umstellen (der Eisbär mit Zerrung raus), holte nach der Energieleistung in Hälfte eins auch sichtbar Luft. Es war in dieser Phase vor allen Dingen Detlef (der immens wichtige Defensivarbeit leistete) und Tobi, der unermüdlich rackerte, zu verdanken, dass Turbine zwar schwankte, aber nicht fiel. In den letzten zwanzig Minuten nahmen die Gastgeber das Heft des Handelns wieder fest in die Hand, drängten auf den vierten Treffer und beseitigten durch Vorwärtsverteidigung letzte Zweifel am Spielausgang. Echte Riesen ergaben sich dabei zwar nicht (Andrej mit Drehschuss - zu unplatziert, Schöbel-Eingaben - stets ohne Abnehmer, Flanke von Svenner, Felix wird am langen Pfosten klar unterlaufen - kein Elfmeter), doch das Buna-Strohfeuer ebbte spürbar ab, der summa summarum hoch verdiente Sieg geriet nicht mehr in Gefahr. Und weil Tille aus dem Italienurlaub ein Kistchen Peroni mitgebracht hatte und die Kabine zum Verweilen einlud, wurde aus einem sportlich erfolgreichen Nachmittag auch noch ein geselliger und unterhaltsamer Frühabend - Wiederholung im November herzlich gern nicht ausgeschlossen!
Aufstellung: Lorenz - C. Müller (ab 55. Thürkow), Schaffer, Wurbs - Trotter, Stephan (MK), Kutman (ab 45. Ziegler), Beyer - Schöbel, Brandt, Schmidt (ab 60. Klaube) Tore: 1:0 Brandt, 2:0 Schmidt, 3:0 Schöbel - 3:1, 3:2
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6. Spieltag am 15. Oktober 2011 Turbine Halle III – Hallescher SC 96 II 7:2 (0:1)
von Andrej Stephan Eine Felsensternstunde - oder: Neues vom Rat der Spötter 1927 veröffentliche Stefan Zweig sein bis heute vielfach wieder aufgelegtes und in zahllose Sprachen übersetztes Meisterwerk "Sternstunden der Menschheit", in welchem unter anderem das - völlig sinnlose - Herumirren des französischen Marschalls Emmanuel de Grouchy rund um Waterloo auf der Suche nach dem preußischen Kontingent thematisiert wird. Etwas weniger pathetisch: Eine ähnliche Suche entspann sich am vergangenen Samstag auch auf dem Felsen, als Tee drei fast eine Stunde lange vergeblich einen Torerfolg gegen die Sportfreunde vom HSC II suchte - und letztlich erst ein (zudem wunderschönes) Eigentor des Gegners den Grundstein für einen am Ende viel zu hoch ausfallenden 7:2 (0:1)-Sieg legte. Gegen defensive, aber zumindest eine Halbzeit lang sehr diszipliniert auftretende Gäste fanden die Felsenkicker zunächst keinerlei wirksames Mittel, obwohl sich das Trainergespann de facto für ein durchaus offensives 3-4-3-System entschieden hatte, in welchem der genesene Tobi Schöbel die Sturmspitze bildete. Auf dieser Grundlage hatte T 3 zwar mehr vom Spiel, band die Außen ein und ließ das Leder mithin gefällig in den eigenen Reihen kreisen - richtige Chancen, abgesehen von einigen ungenauen Fernschüssen und etlichen Schöbel-Läufen ohne Fortune beim letzten Pass, waren aber nicht die Folge. Der HSC versteckte sich keineswegs, nahm zahlreiche Zweikämpfe rund um den Mittelkreis beherzt auf, fuhr hier und da einen flinken Konter und störte das ohnehin stotternde Spiel der Felsenkicker durchaus effektiv. Lohn dieser Mühen war die 40. Minute, in der ein simpler Doppelpass und ein Ball in die Spitze nebst überlegtem Querlegen Turbine völlig überrumpelte - 0:1. Und unmittelbar nach Wiederanpfiff schien es noch schlimmer zu kommen: Einen Schnellangriff wollte HSC-Recke Storch eigentlich mit einer Flanke in die Mitte verlagern, rutschte dabei aber ab und überraschte Felsenkeeper Alex, dem das Leder über die Handschuhe ins Netz glitt - der Doppelpack war geschnürt, die Heimelf schien auf die Verliererstraße zu geraten. Hängende Köpfe, konfuses Geplapper in allen Mannschaftsteilen - wie nach einem solchen Tiefschlag noch Fruchtbares bewirkt werden sollte, schien ein unlösbares Rätsel darzustellen. Die Halbstarken schnauften ihrerseits zwar schon beträchtlich, doch schien ihnen die Zweitoreführung neue Luft zu bescheren. Doch mit der Brechstange, sozusagen mit dem Willen der Verzweiflung, tankte sich Felix im nächsten Angriff auf rechts durch, spielte nach innen, wo der Eisbär verpasste - zum Glück: In seinem Rücken hatte HSC-Doppelpacker Storch den Weg nach hinten angetreten und bekam den Querpass auf den Schlappen, von wo er ihn unhaltbar unters Gestänge knallte - 1:2. Dieses Signal bildete den Auftakt zu einer halben Stunde, in welcher dem bedauernswerten Gästekister KaLü noch ein halbes Dutzend Treffer durch eine scheinbar mehrere Kohlehaufen nachlegende Felsenelf eingeschenkt wurden: Nach einer per Faust geklärten scharfen Freistoßflanke stieg Martin Schaffer am höchsten - und traf mit einem entscheidend abgefälschten Kopfball nicht nur zum Ausgleich, sondern auch zum 2. Treffer seiner sportlichen Laufbahn. Nur fünf Minuten später erlief sich Tobi einen Steilpass und vollendete im 1:1 gegen den Keeper. In der Folge, knapper Spielstand hin oder her, ergaben sich die Gäste in ihr Schicksal, entscheidend war nach der Felsenelf-Führung nur noch die Höhe des Sieges, da der Kontrahent, stehend k.o., oft schon an der Mittellinie Pässe in die Tiefe nicht mehr zu verhindern wusste und nur noch halbherzig nachsetzte. Das 4:2 resultierte dann neuerlich aus einem Eigentor - ein Schöbel-Schuss wurde auf der Linie geklärt, und zwar mit Vollspann in den Rücken des bereits geschlagenen KaLü. Und auch beim 5:2 half der Gast mit, als Felix aus dem Gewühl heraus mit einem abgefälschten Lob traf. Die Schlusspunkte setzte Andrej erst im Dribbling nach einem Lattentreffer von Tobi und dann aus Nahdistanz, nachdem Sven Brandt im 2:1 gegen den Keeper uneigennützig quer gelegt hatte. Ergänzend versiebten die Felsenkicker sicher noch vier oder fünf Riesen, etwa Wurbi, dem nach schönem Dribbling die Luft für einen konzentrierten Abschluss fehlte, dann Kenan, der das Leder hauchdünn um den Pfosten zirkelte, nicht zuletzt aber Andrej, welcher nach Schöbel-Querpass aus drei Metern vierundzwanzig in Rücklage auf (!) das Tor traf. Für solche Fehlleistungen ernteten die Sünder verdient Häme und Spott von den Traversen, wo der ausgewechselte Raiker im Verbund mit zwei Spießgesellen das Ehrenamt des Stadionsprecher angetreten hatte. Am bedauerlichsten aber gestaltete sich der Nachmittag wohl für die Gäste, die in einer - von kleinen Nickligkeiten abgesehen - fairen und souverän geleiteten Partie einen schon sicher geglaubten Sieg durch erhebliche Eigenbeiträge wieder aus der Hand gaben. Ihnen sei bis zum Rückspiel deutlich weniger "Scheiße am Schuh" gewünscht, während der Blick für T 3 zumindest vorläufig wieder mit Recht nach oben geht.
Aufstellung: Lorenz - C. Müller, Schaffer, Wurbs - Brandt, Ziegler, Stephan (MK), Trotter - Schäfer (ab 55. Büchner), Kutman - Schöbel Tore: 1:2 Eigentor, 2:2 Schaffer, 3:2 Schöbel, 4:2 Eigentor, 5:2 Trotter, 6:2 & 7:2 Stephan
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SFV-Pokal-Achtelfinale am 8. Oktober 2011 SV Grün-Weiß Ammendorf II - Turbine Halle III 2:1
von Wurb Zu spätes “Hallo wach”-Erlebnis Eins vorweg: Nach drei Niederlagen in Folge tritt T3 weiter auf der Stelle und musste nach der unnötigen Punktspielniederlage in Bruckdorf an diesem Samstag eine nicht weniger unnötige Pokalniederlage in Radewell bei der grün-weißen Reserve aus Ammendorf hinnehmen. Das Pokalbuch wurde also zugeklappt, bevor es richtig aufgeschlagen wurde. Im Bezahlfußball würde man jetzt wohl sagen, dass man sich endlich auf die Meisterschaft konzentrieren kann – und diese Konzentration ist bitter nötig. T3 trat nach den Absagen von Spielberichts-Stammautor und Capitano Andrej ‚Pulitzer’, des (einzigen) Torgaranten Tobi Schöbel, Libero Eisbär und B-Jugend-Interimscoach D.Thürkow erneut in durchmischter Formation an, zu der zunächst 11 Spieler auf dem Platz und ein sichtlich frierender Schaffi auf der Bank zählen durften. Die Verstärkungen und Rückkehrer hatten wegen Heimaturlaub in Kirgisistan (Rufat), Praktikum (Robert), Verletzung (Rene) und diversen Wochenendausflügen (Rico) freilich wenig bis keine Spielpraxis in den letzten Wochen sammeln dürfen. Zudem sei auch nicht verschwiegen, dass die Abwehrreihe zwar zu 50% dem 2009er Landesklasse-Aufstiegsteam angehörte, gemeinsam mit Alterspräsident ‚Ziege’ und Boulevard-Leo aber auch stolze 38,2 Lenze auf´s Protokoll zauberte. Also war einiger Sand im Getriebe zu erwarten, welcher sich prompt in den ersten 20 Minuten einstellte. Turbine spielte bemüht pomadig, bedingt einfallsreich und hatte Gefahr vor dem eigenen Kasten dennoch vor allem nur durch eigene Fehler zu erwarten. Nach 20 Minuten wurde aus dem Leerlauf zumindest in Gang 1 bis 2 geschaltet. Ein Schuss durch die ‚Hämmerin’ und eine 1:1-Situation für Sven Brandt blieben bis zur Pause aber die einzigen Gelegenheiten. Die Gastgeber glänzten bis zur Pause mehrfach um den Turbine-Strafraum herum, hatten aber ebenfalls nur eine Halbchance aufzuweisen. Letztlich bescherte ein Abstimmungsmangel in der hintersten Turbine-Reihe den Grün-Weißen ein Elfmetergeschenk, das kurz vor der Pause zum 1:0 führte. In Halbzeit zwoo ging es gleich weiter mit dem Geschenke verteilen an die Gastgeber. Und erneut war es eine Unstimmigkeit im hintersten Defensivbereich, die den Ball zum 2:0 über die Linie hoppeln ließ. Grün-Weiß – bis dahin nahezu ohne echte Torchance – wurde der Einzug ins SFV-Viertelfinale quasi auf dem Tablett serviert. Was dann aber passierte, war das „Hallo Wach“-Erlebnis für die Felsenkicker. Endlich wurden die besseren spielerischen Möglichkeiten auch einmal gezeigt und – gepaart mit dem nötigen Einsatzwillen – die Gastgeber in der eigenen Hälfte festgezurrt. Bis zu 90. Minute sollte sich ein Spiel auf ein Tor entwickeln, dass aber einmal mehr deutlich machte, dass T.Drei ohne T.Schöbel mächtig blank aussieht, was einen echten Knipser betrifft. Ein paar Kopfbälle auf´s Tor, ein Ball, der von der Linie gekratzt wurde und ein Dutzend Ecken – so wirklich geprüft wurde der alles andere als sattelfest wirkende Keeper der Ammendorfer nicht. Letztlich reichte es nur zum Anschlusstreffer durch Sven Brandt – natürlich nicht aus dem Spiel heraus, sondern per Elfer, nachdem Rene Hammer im 16er umgerammt wurde. Fazit: Turbine beschenkt den Gastgeber mit zwei Torgeschenken und macht erst nach dem 0:2 richtig Alarm – ein Fehlalarm, da zu spät, denn ein Spiel hat (klong … 5 € ins Phrasenschwein) 90 und nicht nur 30 Minuten. P.S.: @Leo – das Konfektionsteil des Autors ist wohlbehalten wieder aufgetaucht … bist demnach entlastet
Aufstellung: Lorenz – Ziegler, Wurbs, Leopold (Schaffer), Quaiser – Sultanaliev, Vogt, Brandt, Hammer – Kutman, Schmidt
Tore: 1:0 (43.); 2:0 (50.); 2:1 Brandt (Foulstr., 60.)
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5. Spieltag am 1. Oktober 2011 SV Bruckdorf II - Turbine Halle III 2:1
von Andrej Stephan Blamage an der B6 Nach einer äußerst dürftigen Leistung hat Turbines Dritte gegen Bruckdorfs Zweite eine völlig überflüssige 1:2 (1:1)-Schlappe hinnehmen müssen und befindet sich nach fünf Spieltagen im Fall Richtung Tabellenkeller. Den Felsenkickern wurde bei der neuerlichen Niederlage insbesondere zum Verhängnis, dass sie sich mit zunehmender Spieldauer immer mehr dem Niveau der nun wirklich nicht mit Göttergaben gesegneten Bruckdorfern anpassten und ohne Not eminent wichtige Punkte liegen ließen. Dabei ist es in der Rückschau eher müßig, über den eigenen Personalmangel oder die in der Tat dürftige Schiedsrichterleistung zu hadern: Vor allen Dingen verabsäumte es Tee drei nämlich, das eigene Spiel dem Gegner aufzuzwingen, bei den sich bietenden Gelegenheiten rasch zu kontern und die regelmäßigen Schnitzer der Hintermannschaft der Gastgeber konsequent zu nutzen. Nüchtern besehen, verfügten jene allenfalls über zwei veritable Fußballer in ihren Reihen, während insbesondere die Innenverteidigung kaum mehr als lange Schläge mit der Kicke auf die Reihe brachte. Und so ist das Spielgeschehen auch rasch zusammengefasst: Auf holprigem Geläuf mit ständig (ver)springenden Bällen, bei allerlei verbalen Provokationen und regelmäßigen Nickligkeiten fanden die Felsenkicker besser in die Partie und kamen nach zwanzig Minuten zur Führung, nachdem der Eisbär mit einem langen Pass gegen aufrückende Bruckdorfer erst Sven Brandt und dieser dann Kenan in Stellung gebracht hatte, welcher mit dem schwächeren rechten Huf souverän einlochte. Bis zum Halbzeitpfiff waren dann noch zwei deutlich hörbare Fouls im Sechzehner an Tille nicht geahndet worden, sehnten sich alle nach einem Schluck kühlenden Wassers - als plötzlich die Gastgeber mit der letzten Aktion per Abschluss am kurzen Pfosten gegen ihrerseits aufgerückte und eine Abseitsstellung monierende Turbinen zum Ausgleich kamen. Das Verhängnis nahm dann unmittelbar nach Wiederbeginn seinen Lauf: Marko und Andrej vermochten fünf, sechs Haken des dribbelstarken Neuners der Gastgeber nicht zu unterbinden, dessen Flachschuss klatsche an den Pfosten und von dort einem völlig frei stehenden Bruckdorfer vor die Füße. Was Tee drei in der Folge zu erwidern hatte, kam dann eher einem Armutszeugnis gleich, für welches auch der Sonnenstand keine Ausrede sein darf. Bei allem unbestreitbaren Bemühen wurden die Angriffe eher einfallslos und bieder vorgetragen, tat der Bruckdorfer Acker sein übriges, sprachen die Felsenkicker nun zunehmend mehr laut miteinander (der Autor, leider, mal wieder in vorderster Front), als sie Fußball spielten. Einen Strafstoß hätte es im letzten Aufbäumen noch geben können, als Sven Ziegler in den Strafraum eindrang und gleich drei Mal gefoult wurde. Auch ein von Kenan schön erzieltes Tor per Lupfer nach Chip in den Strafraum hätte zählen müssen, doch zur Überraschung aller erkannte der Unparteiische hier auf Abseits. Und nicht zuletzt wäre es schön gewesen, wenn der Keeper der Gastgebers Andrejs Freistoß kurz vor Ende nicht mit Mühe über die Latte gelenkt hätte. So blieb es bei einem unter dem Strich nicht nur ärgerlichen, sondern auch vermeidbar wirkenden 1:2 gegen einen als eher schwächer einzustufenden Gegner. Die kommenden Wochen werden erweisen, ob der Fingerzeig, der nach fünf Spieltagen zu konstatieren ist (wir punkten und treffen kaum), herbstliche Früchte wird tragen können.
Aufstellung: Lorenz - C. Müller, Leopold, Schaffer - Brandt, Stephan (MK), Büchner (ab 60. Ziegler), Schmidt - Klaube - Maiwald, Kutman
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4. Spieltag am 25. September 2011 Turbine Halle III – Post/Telekom SV Halle II 0:3
von Andrej Stephan Fußballspiele werden – im Regelfall – im Verhältnis von elf zu elf Spielern ausgetragen. Am Ende gewinnt dann Deutschland, hat der große Gary Lineker vor zwanzig Jahren postuliert. In der 1. Stadtklasse Halles wird bis zum Saisonende (und, je nachdem, wie es der Ersten ergeht, auch darüber hinaus) die zweite Vertretung der Post, die ehemaligen Kickers Rosengarten, ihre Kreise ziehen. Jedenfalls hat Turbines Dritte die Schlagkraft jener Truppe am Sonntag zu spüren bekommen und sich mit einem 0:3 (0:3) noch recht anständig aus der Affäre gezogen. Denn während das Altteil- und Megaschädenlager, das Tee drei nun mal ist, zwar erfahrene und mitunter leidlich ansehnlich Fußball spielende Herren der Jahrgänge 1980 und älter vereint, bis auf Tobi Schöbel gegenwärtig jedoch keine echten Stoßstürmer aufbieten kann, läuft für die Postler ein gewisser Clemens Jantsch auf, der im vergangenen Jahrzehnt unter anderem für den VfL und die Rotte die Töppen bis hinauf zur Verbandsliga schnürte. Ihm zur Seite stehen Sportkameraden, die trotz des Einsatzes für eine ehemalige Freizeitmeute in deren 2. Pflichtspielsaison fußballerisch auch nicht gerade unbeleckt sind – kurzum, der Gegner an einem sonst wunderschönen Nachmittag war schlichtweg ein Nümmerchen zu groß. An der individuellen Einstellung lag es gewiss nicht – jede einzelne Turbiene kämpfte aufopferungsvoll und machte selbst in der 90. Minute noch Wege, die sonst bei Sommerkicks gern ausgelassen werden. Und dennoch schien es, als kämen wir in acht von zehn Fällen einen Schritt zu spät, als führten wir kaum ernsthafte Zweikämpfe, als spiele die Post mit uns Hase und Igel. Das von einem jungen Spielmacher asiatischer Herkunft (Felsen erfahren) sortierte Mittelfeld der Post kombinierte fast nach Belieben, ihre Verteidiger schalteten sich immer wieder mit nach vorn ein – und dort verbreitete Jantsch, so sehr Martin Schaffer auch bis zur völligen Erschöpfung seine Kreise zu stören versuchte, mit gewaltigen Antritten Angst und Schrecken. Drei Tore waren die Folge einer niemals bezweifelbaren Überlegenheit der Gäste: Zunächst schloss Jantsch aus vollem Lauf flach ab (8.), dann traf der Spielmacher nach schöner Kombination aus abseitsverdächtiger Position (25.), fast mit dem Pausenpfiff köpfte der Rechtsaußen eine Maßflanke wuchtig ein (43.). Und nicht nur einmal verhinderte Micha Beierlein mit artistischem Einsatz noch mehr Treffer, während Turbine nach vorn im Grunde gar nicht stattfand und Bälle kaum über vier oder fünf Stationen in den eigenen Reihen halten konnte. Zudem fehlte jede Durchschlagskraft, nicht zuletzt, weil der arg gehandicapte Schöbel unter Schmerzen eine Halbzeit glücklos an den Ketten zerrte, dann aber die Sinnlosigkeit dieses Unterfangens einsah. In Halbzeit zwei stemmte sich Tee drei unter Aufbietung der letzten Reserven gegen eine richtige Packung, hatte hier und da Glück, wenn Schüsse am Tor vorbei sausten oder die nun etwas gelöster wirkenden Gäste ihre Angriffe nicht mehr mit letzter Konsequenz ausspielten. Daher ergaben sich, freilich in überschaubarer Quantität, auch kleinere Gelegenheiten für die Felsenelf: Die wohl beste endete für Kenan nach energischem Antritt am letzten Mann vorbei am Pfosten (75.), wenig später zog Steffen aus der Distanz wuchtig ab, der gegnerische Keeper ließ vor die Füße von Sven prallen, der allerdings im Abseits stand (80.) Mehr passierte nicht gegen einen sportlich überlegenen und sonst recht angenehmen Gegner – sieht man vom selbstgefälligen, aber wenig sachkundigen Gelaber am Spielfeldrand (einschließlich des Spielertrainers) mal ab. Ein letztes Ärgernis war dann noch auf dem Weg zurück in die Kabine zu vernehmen, als ein – hier anonymisierter – Spieler der Gäste in recht abfälliger Weise äußerte, die Felsenkicker wären nun wirklich kein Maßstab für ihn und sein Team. Dann sei, mit Verlaub, gefragt, warum es für Mensch denn dennoch nur für die Stadtklasse und nicht fürs Profigeschäft reicht – oder, mit den Worten Herbert Wehners: „Ich wünsche Ihnen guten Erfolg. Aber so werden Sie keinen Erfolg bei mir haben.“ Aufstellung: Beierlein – Ziegler (ab 65. Büchner), Schaffer, Waack (ab 45. C. Müller) – Albert, Stephan (MK), Brandt, Schmidt – Klaube – Kutman, Schöbel (ab 45. Schildhauer)
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3. Spieltag am 17. September 2011 Turbine Halle III - PSV Halle I 2:1 (1:1)
von Andrej Stephan
Eins, zwei – Polizei Gut gereift – dieses Motto galt beim ersten Heimspiel von Tee drei insbesondere für die Läuferreihe, in welcher neben stattlichem Gewicht (der Büchnerin) und akademischen Meriten (dieselbe, Tille, Dr. Thürkow) inzwischen auch eine erkleckliche Anzahl von Lebensjahren ineinander fließt, welche, das vorab, aber in keiner Weise abträglich wirkt. Und dennoch erwiesen sich die in der Mittagsruhe hörbaren Unkenrufe, gegen den Stadtligaabsteiger PSV würde es wohl eine Naht setzen, als völlig fehl am Platz. Durch eine disziplinierte Teamleistung und den Doppelpack des wieder einmal endgeilen Tobias Schöbel gab es trotz Notelf ein 2:1 (1:1) zu bejubeln. Zuvor aber erwartete die Handvoll Zuschauer, die den Kick sehen wollten, eine intensive, nicht immer hochklassige Partie zwischen den Strafräumen, in der Torchancen eher eine Seltenheit bildeten und das insgesamt sinnvolle, weil auf Breite angelangte Spiel der Gastgeber beim letzten Pass in die Spitze viel zu oft (und einige Male auch zu Unrecht) vom Schiedsrichter zurückgepfiffen wurde. Und so brauchte es denn in der 7. Minute auch der unfreiwilligen Vorlage des Gegners, als Tobi dem letzten Mann das Leder vom Fuß nahm und trocken zur frühen Führung abschloss. Beim durchaus engagierten, spielerisch aber einfallslosen Gast konnte gegen die Ballsicherheit, mit der gerade Sven, Kenan, Tille und Detlef das Mittelfeld dominierten (unter anderem gegen, das sei zur Ehrenrettung gesagt, zwei Gegenspieler der Jahrgänge 59 und 61), nur die technische und physische Stärke des Zehners Ronny Lindemann ins Feld geführt werden. Jenem fiel zunächst aber außer einigen Fernschüssen nichts ein, während seine Mitspieler in der Luft hingen (vorn), immer wieder rasch überspielt wurden (in der Mitte) oder sich in ausführlichen Diskussionen ergingen (hinten). Tee drei nutzte das allerdings nicht konsequent genug, spielte zwar ansehnlich, wurde aber immer wieder zurückgepfiffen, davon mehrmals in aussichtsreicher Situation – und baute bei ziemlich drückender Wärme nach einer halben Stunde auch etwas ab. Kurz vor dem Halbzeitpfiff sollte sich das rächen, als Lindemann durch drei Mann dribbelte, auch vom Autoren nicht gestoppt werden konnte und etwas glücklich zum Abschluss kam. Von diesem Rückschlag erholten sich die Gastgeber auch nach der Pause nicht schnell, der PSV kam nun immer besser in die Partie, ohne freilich wirklich gefährlicher zu werden. Gerade Sven legte in dieser Situation noch eine Schippe drauf und behauptete sich in zahlreichen Zweikämpfen, es wurde weiter gepflegt, wenn auch oft fruchtlos kombiniert – und vor gab es ja noch einen gewissen Herrn Schöbel, der schon in Halbzeit eins bei einigen Tempodribblings für Gefahr gesorgt hatte. Nach einer Stunde drang er in den Strafraum ein und wurde robust gelegt, der Pfiff des Unparteiischen war nur konsequent. Beim fälligen Elfmeter schickte Andrej den Torwart zwar in die falsche Ecke, das Leder aber auch an den Pfosten – es blieb beim 1:1. Doch schon beim nächsten Angriff machte der Sünder (ja, ja - den Kasten gibt es natürlich trotzdem) den Fehler wieder gut, als er an der Auslinie mit ungeahntem Willen das Leder eroberte, Kenan mit einem Flugball in den Rücken der Abwehr fand, von wo dieser Schöbel bediente, der ins lange Eck einnetzte. Der Schütze beider Treffer hätte wenig später nach erneut bravourösem Lauf eigentlich auch die Entscheidung erzielen müssen, hatte das Visier aber verstellt – und folglich musste die Heimelf noch für mehr als zwanzig Minuten gegen einen nun stürmischer werdenden PSV den knappen Vorsprung verteidigen. Die zunehmende Einseitigkeit des Schiris machte dieses Unterfangen nicht leichter, immer wieder segelten lange Bälle in den Felsenstrafraum, wo hin und wieder gehörige Unordnung herrschte. Zum Glück bildete Micha Beierlein stets einen sicheren Rückhalt, zum Glück wurde einem Kopfballtreffer der Gäste die Anerkennung verweigert (nicht unumstritten), zum Glück lenkte der Eisbär in der Schlussminute eine Freistoßeingabe ins Toraus – dann war es überstanden, der verdiente Erfolg eingefahren. Nach drei Spielen der Orientierung stehen die Felsenkicker mit vier Punkten anständig da, mit dem PSV ist nun auch schon die erste größere Nummer getestet. Wohin das Team sich langfristig orientieren kann, wird aber erst der kommende Sonntag zeigen, wenn es gegen Post II geht, welche, angeführt vom ehemaligen VfLer Clemens Jantsch, in der Vorbereitung auf 2010/2011 den Felsenkickern einst mit einem klaren 4:0 eine Lehrstunde erteilten…
Aufstellung: Beierlein – C. Müller, Wurbs, Stephan (MK) – Thürkow, Büchner, Ziegler, Kutman (ab 80. Lorenz) – Klaube (ab 65. Schildhauer) – Schöbel, Schmidt Tore: 1:0, 2:1 Schöbel – 1:1 Lindemann
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2. Spieltag am 10. September 2011 Nietlebener SV III - Turbine Halle III 1:0 (1:0)
von Andrej Stephan
Viel Gewürge - wenig Ertrag Trotz einer erheblichen Leistungssteigerung nach der Pause beim Auswärtsspiel in Nietleben hat T 3 den gelungenen Saisonauftakt in Reideburg nicht veredeln können und musste dem Auswärtsangstgegner beim 0:1 (0:1) wieder einmal den Vortritt lassen. Das Ergebnis ging in Summe übrigens völlig in Ordnung, weil die Felsenelf in 90 Minuten nur eine einzige klare Torchance herausspielte und damit weit unter ihren offensiven Möglichkeiten blieb. Solche Szenarien (etwa: Leerlauf ab der Mittellinie) sind aus der Vergangenheit in Nietleben gut bekannt, auf dem dortigen Acker ist T 3 in der jüngeren Vergangenheit noch nie etwas gelungen, der einzige Auswärtssieg (ein 3:2 im Frühjahr 2010) fand auf dem Hauptplatz statt. Und natürlich kennen die Gastgeber ihr Geläuf besser. Trotzdem war es zum Teil erschreckend bieder, was die Turbienen in Halbzeit eins am Heiderand boten: verlorene Luftkämpfe in Serie, kaum Spiel über die Außen, viel Gewürge und Gestocher rund um den Mittelkreis; bezeichnend, dass die einzige größere Gelegenheit ein lahmer Freistoß aus 27 Metern war, den der Kepper locker über die Latte tippte. Die gastgebende Elf stand ihrerseits tief und unerschütterlich, schlug viel, schaltete gelegentlich aber auch rasch um und kam, oft über ihren umsichtigen Zehner, zu einigen gefährlichen Eingaben und einer Handvoll Abschlüssen aus der Entfernung. Konsequent, dass das Schicksal den Askanen nach einer halben Stunde die Führung bescherte, als ein Pass in die Tiefe von zwei Akteuren vor Alex erlaufen werden konnte und dieser chancenlos den Rückstand eingeschenkt bekam, während die Felsenkicker ihren Gegenspielern freundlich Eskorte gaben oder den Angriff andächtig bestaunten. Für fünfzehn Minuten befand sich T 3 danach in Schockstarre, obwohl Detlef und Ekki im Mittelfeld zu sortieren bemüht waren und Sven und Mirko in der Spitze an den Ketten zerrten – vergeblich, zu oft war der Weg nach vorn schlichtweg dicht, stand hier ein Bein, dort ein Rücken im Weg. Hinzu kamen Ungenauigkeiten im Aufbau. Guter Rat war angesichts des mauen Auftritts in Halbzeit eins teuer. Das Trainergespann entschied sich für eine taktische Umstellung in der Läuferreihe nebst einem schlüssigen Wechsel – zunächst mit Erfolg, weil T 3 sofort gut loslegte und Felix kurz nach Wiederanpfiff mit einem Drehschuss das Gehäuse zwar deutlich verfehlte, aber das Signal für Halbzeit zwoo gegeben zu haben schien. Nietleben rutschte nun noch ein paar Meter weiter nach hinten und verteidigte sich mit Beißen und Zähneknirschen, tat nun auch nach vorn weniger, nicht aber ohne wenigstens ab und an seine Konterstärke aufblitzen zu lassen – die Felsenelf ihrerseits legte zwar etliche Kohlen nach, die aber zu häufig ohne echten Mehrwert verbrannten, Leistungssteigerung hin oder her. Immer noch ging zu viel durch die Mitte, blieb vieles (bedingt zuerst durch die enervierende Gegenwehr des Gegners) im Klein-Klein stecken. So blieben denn auch Chancen Mangelware, auch wenn Felix seinen belebenden Auftritt nach 40-Meter-Steilpass von Martin Schaffer (!) gut und gern mit dem Ausgleich im 1:1 gegen den herauseilenden Keeper hätte krönen können. Auf der Gegenseite zielte bei einem Konter der Lob des gegnerischen Spielmachers gegen Alex ebenfalls einen Meter am Tor vorbei. Sven Brandts letzter Freistoß wurde zur sicheren Beute des hünenhaften Askanenkeepers, dann hatten die Männer von der Heide sich für die Auftaktpleite beim PSV rehabilitiert und den ersten Saisondreier eingefahren. Selbiges muss nun für die Felsenelf beim nächsten Mal Ziel sein – mit dem Wissen, dass die Polizisten dem jüngsten Gegner mit einem 7:1 tüchtig einen drüber geholfen haben.
Aufstellung: Lorenz – C. Müller (ab 65. A. Weidener), Schaffer, Dietrich, Ziegler – Stephan (MK, ab 45. Wurbs), Albert, Thürkow (ab 55. Maiwald), Trotter – Brandt, Schmidt
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1. Spieltag am 27. August 2011 Reideburger SV III - Turbine Halle III 3:3 (1:2)
von Andrej Stephan
Genickschläge frei Haus – und trotzdem ein ordentlicher Auftakt Déjà-vu´s sind für Felsenkicker nicht nur wegen des regelmäßigen Alkoholmissbrauchs nach Fußballspielen Teil ihres Tagesgeschäftes – sondern deshalb, weil sich manche Szenen geradezu zwanghaft zu wiederholen scheinen. So auch am zumindest in den Vormittagsstunden regnerischen Laternenfestsamstag, bei dem sich T 3 im Pflichtspielauftakt 2011/2012 mit einer sehr überzeugenden Leistung bei „Angstgegner“ Reideburg III (zwei Treffen bisher, zwei Niederlagen, 1:6 Tore) mit einem 3:3 (2:1) einen Punkt sicherte und dennoch nicht ganz zufrieden sein konnte. Zu sehr schmerzte der in Summe unglückliche Spielausgang, welcher Erinnerungen an die kaum ein halbes Jahr alte Partie gegen den damaligen Ligaprimus Lettin II weckte – auch dort war das 3:3 nach einem couragierten Auftritt durch ein Eigentor besiegelt worden. Die Gründe für Trauerflor ergaben sich wie folgt: Nachdem den Felsenkickern schon in den ordentlichen 90 Minuten Spielzeit zwei vermeintlich reguläre Treffer (…a) indirekte Freistoßkombination Felix-Tille-Andrej; ein Spieler soll zu früh aus der Mauer gelaufen sein, der Pfiff ertönte aber erst, als das Leder im Netz lag), b) nach Querpass von Tille auf Werner, der wenige Zoll im Abseits gestanden haben könnte…) verwehrt geblieben waren und es zudem nach Torhüterfoul am durchgebrochenen Tobi Schöbel keine Karte und statt des fälligen Elfers Freistoß gegeben hatte, besorgte Turbine den Ausgleich in der Nachspielzeit selbst. Einen hoffnungsvollen Konter konnten Tobi und Werner im 2:2 nicht verwerten, der Reideburger Keeper schlug, 40 Meter vor dem eigenen Kasten stehend, den Ball nach vorn, dreißig Meter vor dem Turbine-Tor traf ihn Mirko sehr unglücklich – und erwischte Alex damit auf dem falschen Bein. Knapp anderthalb Stunden zuvor hatte die Partie eigentlich sehr hoffnungsvoll begonnen – beim Ausrücken aus der Kabine begann es nämlich wunderschön und langanhaltend zu regnen. Allen Beteiligten machte das freilich nichts, es entwickelte sich ein Spiel auf erstaunlich hohem Niveau. Bereits im zweiten Angriff schirmte Mirko den Ball hervorragend ab, sah Tille die Lücke in der noch unsortierten Reideburger Defensive, schüttelte Schöbel seinen Gegenspieler lässig ab und vollendete kühl – die frühe, beruhigende Führung. Und während die Reideburger darauf vor allen Dingen mit Kampf, Wucht, viel Leidenschaft und etlichen Flugbällen aus dem Halbfeld reagierten, kombinierten die Felsenkicker wunschgemäß flach und bedächtig, leider aber etwas zu häufig mit einem Schwergewicht auf der eigenen rechten Seite. Daher machte es auch nichts, durch einen Lob nach einer halben Stunde den Ausgleich hinnehmen zu müssen, weil Tobi im Gegenzug aus spitzem Winkel auf 2:1 stellte und vor der Pause eigentlich noch mindestens ein Treffer mehr hätte fallen müssen – das erwähnte indirekte Ding, ein Pfostenschuss von Sven Brandt und eine weitere Großchance desselben blieben jedoch leider brotlose Kunst. Reideburg hingegen kam mit einer Viertelstunde Sturm und Drang aus der Pause und erkämpfte sich in dieser Phase den neuerlichen, nicht unverdienten Ausgleich, als nach einer wiederum unzureichend geklärten Ecke ein Gewaltschuss des gegnerischen Spielmachers aus 16 Metern durch Freund und Feind ins Netz segelte, vom Eisbär mit der strammen Wade noch leicht abgefälscht. Doch hatte Turbine auch gegen diesen neuerlichen Rückschlag noch ein Ass im Ärmel. Tobi löste sich erneut dynamisch von allen, die seine Kreise stören wollten, und legte quer auf Tille, der lässig das erste Tor in seiner ersten Spielzeit nach dem Rücktritt vom Rücktritt besorgte. Bis zum tragischen Ende verteidigte T 3 diesen wertvollen Vorsprung, spielte die sich ergebenden Konter aber häufig viel zu ungenau und überhastet, während den Gastgebern auch nicht mehr allzu viel einfiel. Sie mühten sich, rannten und kämpften – riesige Chancen waren allein nicht die Folge ihrer Anstrengungen. Und so brauchten die Gastgeber denn auch das Ende mit Schrecken – durch die Felsenbrille gesehen. Was T 3 und das Trainergespann Lorenz-Müller trösten darf, ist eine erstaunliche Frühform, eine reife Spielanlage und ein sich wiederum rasch bildendes „Wir-Gefühl“. Das war angesichts des Scherbenhaufens, vor dem wir vor acht Wochen noch gestanden haben, so nicht zu erwarten und macht Lust auf die neue Spielzeit. Attacke und Vollgas, die Herren!
Aufstellung: Lorenz - C. Müller, Schaffer (ab 60. Maiwald), Wurbs, Stephan (MK) – Brandt, Ziegler, Trotter – Klaube – Schöbel, Schmidt Tore: 0:1 Schöbel, 1:1, 1:2 Schöbel, 2:2, 2:3 Klaube, 3:3 Schmidt (ET)
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