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Historischer Abriss - 1954 bis 1993 - Der Abstieg in den Bezirksfußball

 1952 - Die DDR-Meisterschaft

seit 1993 - Stadtliga Halle 

Am 1.9. 1954 wurde der SC Chemie Halle-Leuna gegründet, der als Leistungszentrum der Bezirksstadt vorgesehen war. Die Fussballer von Turbine sollten mit ihrer Mannschaft zu Chemie wechseln. In 34 Sitzungen erklärten die Spieler, den Verein nicht verlassen zu wollen. Die Aussichten, weiterhin Oberligafussball zu spielen, führten letztendlich doch dazu, dass die Spieler den Verein in Richtung SC Chemie verließen. Noch am 1. Spieltag trat das Team unter dem Namen “Turbine Halle” an. Bereits am 2. Spieltag spielte man unter der neuen Bezeichnung “SC Chemie Halle-Leuna”. SC Chemie Halle-LeunaEin Jahr später erfolgte dann aber der Abstieg aus der Oberliga. Nicht zuletzt der Weggang zahlreicher Spieler in den Westen zwischen 1953 und 1955 war dafür verantwortlich.  Zuerst verließ Trainer Schulz Halle und ging zu Werder Bremen. Ihm folgten Erich Haase, Günter Heise, Ebert I und Otto Knefler. Heinz Schleif ging nach Leverkusen und später verließ auch Herbert Rappsilber die Saalestadt in Richtung FSV Frankfurt.
Turbine Halle musste mit seiner vorherigen zweiten Mannschaft einen Neuanfang in der DDR-Bezirksliga starten.
Auch im Nachwuchsbereich gab es Probleme, die Kicker vom Clubübertritt zu überzeugen, der die einzige Möglichkeit darstellte, DDR-Meister zu werden. Die Anstrengungen sollten sich lohnen. Die B-Jugend des Vereins wurde 1955 Meister ihrer Altersklasse.  
Der Verein Turbine existierte von nun an nur noch in der Bezirksliga, die seit der Gründung erreichten Erfolge, mit der DDR-Meisterschaft als Höhepunkt, haben jedoch bis heute Bestand.

Mehr als 30 Jahre lang spielte Turbine nach dem “Zwangsabstieg” in der Bezirksliga Halle und bestimmte oftmals das Niveau der Liga mit. Ein 2. Platz und vier 3.Plätze standen in den 60-er und 70-er Jahren zu Buche. Durch den damaligen Trägerbetrieb “Energieversorgung Halle” wurden Training während der Arbeitszeit und Auslandsvergleiche mit ungarischen Zweitligisten ermöglicht. Mitunter zogen die Bezirksligakicker zu Spitzenspielen über 1.000 Zuschauer auf dem Felsen an. Doch nach drei guten Jahren zu Beginn der 70-er Jahre begann langsam der Niedergang des Vereins. Nach einigen Jahren im Mittelmaß folgten sieben Jahre ab 1976, in denen sich Turbine das Prädikat “Fahrstuhlmannschaft” verdiente. Einem Abstieg folgte postwendend der Wiederaufstieg. 1986 kam es jedoch zum endgültigen Abstieg in die Bezirksklasse. Sieben Jahre spielte die erste Mannschaft in der Bezirksklasse, verpasste zu Beginn der 90-er Jahre sogar den Aufstieg in die Bezirksliga.
In der Bezirksklasse spielte mehrmals auch die 2. Mannschaft von Turbine. Nach zwei dritten Plätzen 1964/65 und 1965/66 erfolgte 1967 der Abstieg in die Kreisklasse. 1973/74 und 1979/80 spielte das Team erneut für jeweils 1 Jahr in der Bezirksklasse, konnte die Klasse aber nicht halten. 
1. Mannschaft 1972

Die 1. Mannschaft von Turbine 1972:
Hintere Reihe v.l.: Stricksner, Stierwald, Beckmann, Brunheim, Bergmann, Zschünzsch, Beyer, Boelssen, Gipser -
Vordere Reihe v.l.: Lindecke, Trinkaus, Topf, Schmidt, D.Hoffmann, E.Beyer
2. Mannschaft 1972

Die 2. Mannschaft von Turbine 1972:
Hintere Reihe v.l.: Gerber, Germo, Kolodziey, Sauter, Ronniger, Hoffman, H., Schmidt, Pastor -
Vordere Reihe v.l.: Stierwald, Rodenstein, Pietzonka, Krenze, Fiedler